Die erste Woche in Uganda

Hallöchen 😀

Am 13.8. war es soweit, ich musste mich von meiner Familie, meiner besten Freundin und meinem Hund verabschieden, das war sehr traurig und tränenreich. Danach bin ich mit einem großen Koffer und einem Backpacker im Schlepptau mit meinem Onkel nach Berlin gefahren, von dort aus sind meine Mitfreiwilligen und ich nähmlich am nächsten Tag nach Uganda geflogen.

Wir sind von Berlin Tegel nach Istanbul, wo wir dann umgestiegen sind und von Istanbul aus nach Kigali (die Hauptstadt von Ruanda) geflogen wo das Flugzeug einen Stopp gemacht hat und dann ging es endlich weiter nach Entebbe Uganda. Nach ca. 17 Stunden anreise sind wir morgens um 3:30 angekommen und mussten erstmal durch Immigration, wo wir unsere Touristenvisa bekommen haben und die Dame an dem Schalter das schönste Bild überhaupt von mir geschossen hat (nicht). :’D Am Ausgang haben Eva und Jonas (unsere Projektmanager) schon auf uns gewartet und uns mit offenen Armen in Uganda willkommen geheißen. Vom Flughafen sind wir alle zusammen mit 2 Autos, eins vollgepackt mit Gepäckt und in dem anderen Auto saßen wir mit ein paar zu vielen Leuten etwas gequetscht und sind nach Kampala (die Hauptstadt Ugandas und meine neue Heimat für das nächste Jahr) gefahren. Wo wir eine Nacht im Ewaka Guesthouse übernachtet haben.

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Uganda FW am Flughafen

Am Dienstag nachdem wir ausgeschlafen haben, sind wir in einem Restaurant frühstücken gegangen. Das Essen war der Wahnsinn vor allem die Früchte sind hier so lecker. Im Anschluss sind wir zum immigration office, wo wir offiziell zu Ugandern gemacht wurden und unsere work permit bekommen haben. Als wir alle durch waren, sind wir zu Lukas (mein Projektpartner) und meiner Schule (School For The Deaf Ntinda) gefahren, wo wir direkt beim aussteigen von einem Schwarm Kinder herzlich begrüßt und umschlungen wurden. Dort sind wir durch das Gelände gelaufen und haben uns etwas umgeschaut, die Kinder sind total süß sie haben uns alles gezeigt. Die Schule ist echt schön und viel größer als ich gedacht hätte, sobald ich Bilder hab poste ich sie natürlich hier rein! Mit der Kommunikation war es noch etwas holprig aber das kriegen wir noch hin, Lukas hatte keine großen Probleme, weil er fließend ASL (American Sign Language) kann und die Ugandische Gebärdensprache der Amerikanischen sehr ähnelt. Eva, Jonas, Lukas und ich hatten dann noch ein Gespräch mit dem Head Teacher wo noch ein paar organisatorische Dinge besprochen wurden, wie zum Beispiel Stundenpläne oder wen wir bei Problemen ansprechen können usw. Nachher sind wir Geld abheben gegangen (4000 Uganda Schilling sind momentan Ca. 1€), da könnt ihr euch vorstellen mit was für Bündeln Scheinen man hier immer rumläuft. 😀 Dann war es auch schon soweit in unser neues Zuhause einzuziehen! Als wir mit dem vielen Gepäck in Kyebando (Stadtteil in Kampala wo unser Haus steht) angekommen sind haben uns Cathy und ihre 3 Kinder (unsere Gastfamilie) sehr herzlich begrüßt und in ihrem Zuhause (jetzt auch unser Zuhause) willkommen. Isi und ich sind natürlich direkt, jedoch mit großer Angst einer Kakerlake zu begegnen, ganz aufgeregt in unser Zimmer um alles erkunden zu gehen. Zuhause waren wir nicht lange denn wir haben alle zusammen bei Jonas gegessen (ich weiß nicht mehr was aber es war echt lecker) und haben dort den Tag ausklingen lassen.  Um nach Hause zu kommen haben Eva und Jonas uns 2 Boda Bodas gerufen. Boda Bodas sind Motorrad Taxis die unheimlich gefährlich fahren und mein Hauptverkehrsmittel sind.  Das war also unsere Boda Boda Premiere und natürlich sehr aufregend. (Nach dem 3. mal Boda fahren hat man sich aber sehr schnell daran gewöhnt!)

 

Am Mittwoch bin ich zu dem quietschen der 6 Welpen und dem krähen eines Hahns aufgewacht und hab eine winzige Spinne in meinem Moskitonetz gefunden woraufhin ich dann voller Angst direkt in das Bett von Isi (meine Zimmergenossin) geflüchtet bin. Am Vormittag hat uns Silja (Gebärdendolmetscherin) dann mit dem Auto abgeholt und zum Ewaka Guesthouse gebracht, wo die Jinja Freiwilligen übernachtet haben. Alle zusammen haben wir dann richtig lecker gefrühstückt, Rolex (Chapati -> Pfannkuchen mit einem Omelett (Rolled Eggs)), Obst und anderes local Food. Über das Essen hier kann man sich echt nicht beklagen es schmeckt alles echt richtig lecker aber ich glaube wir müssen hier etwas auf unsere Figur achten weil alles sehr fettig zubereitet wird.  Vom Ewaka Guesthouse sind wir zur Sister Miriam Duggan Primary School gefahren, die Schule meiner Mitbewohner Isi und David und haben von dem Head Teacher eine Führung durch die Schule bekommen, wo er uns ganz stolz alles gezeigt hat, das war echt süß und die Schule ist auch sehr schön. Danach sind wir zum National Theater und haben von Michael (ein Freund von Jonas) einen Tanzkurs in afrikanischem Tanz gekriegt. Eine Stunde haben wir getanzt wonach wir alle aussahen wir frisch geduscht. Das tanzen hat so spaß gemacht und wir sahen echt lustig dabei aus. 😀 Es ist einfach hammer wie die Leute sich hier bewegen können, da sehen wir daneben aus wie Stöcke. Vollgeschwitzt sind wir mit den Bodas Downtown gefahren und haben dort mit einer schönen Aussicht auf den Trubel vom Matatu (großes Taxi) Park gegessen. Von Town aus haben wir Bodas nach Hause genommen, David und ich auf einem und Lukas und Isi auf dem anderen, Eva hat extra den Bodofahrern gesagt sie sollen darauf achten, dass sie zusammen bleiben aber an irgendeiner Stelle haben wir uns verloren und David und ich hatten keine Ahnung wie wir nach Hause kommen. Der Bodafahrer anscheinend auch nicht, weil wir sind irgendwo am anderen Ende in Kyebando angekommen und wussten nicht wohin. Unsere SIM Karten haben auch nicht funktioniert das heißt wir waren komplett auf uns alleine gestellt was denk ich auch eine wichtige Erfahrung für uns war. Der Bodafahrer ist dann ein Stück zurück gefahren und ich hab den Rolexstand gefunden wo die Straße zu Jonas Haus reingeht. Da sind wir dann hingefahren und Jonas hat uns dann zum Glück geholfen nach Hause zu kommen. Er wohnt nicht weit von uns also waren wir zum Glück schnell zuhause, wo wir erstmal schön kalt geduscht haben und uns fürs feiern gehen zurecht gemacht haben. Abends haben wir uns alle im Guesthouse getroffen und sind von dort aus in einen Club (Bubbles) gefahren.

Mattau Park Kampala

Matatu Park Kampala

Donnerstag sind Eva, Silja und wir 8 Uganda Freiwilligen dann zusammen 2 1/2 Sunden (70 km) nach Jinja (die zweit größte Stadt Ugandas) gefahren, wo die anderen 4 Freiwilligen leben und arbeiten. Dort sind wir zur Kyabirwa Primary School und danach zum Kinderheim von Eva und Jonas. Das Heim heißt “Ewaka” auf Luganda heißt das Zuhause. Das Heim ist total schön, jedes Zimmer hat ein eigenes “Thema” wonach die Wände gestrichen sind und am nächsten Tag durften wir sogar ein Raum streichen. Anschließend war es dann auch für die Jinja FW soweit endlich ihr neues Zuhause zu entdecken. Das Haus ist echt sehr sehr schön und groß und genau wie unseres noch mit schönen Zeichnungen und Beschriftungen der letzten FW verziert. 😀 Abendessen ging es in einem Lokal direkt am Nil, der Ausblick ist ein Traum und von den Smoothies hier könnte ich mich ernähren!

 

Am Freitag morgen haben wir wieder am Nil gegessen, es gab geupdatete Rolex (ich hatte Chapati mit Nutella und Banane, der Wahnsinn!) und dort haben wir auch die ersten Affen gesehen die in den Bäumen rumgehüpft sind. Endlich waren auch die letzten beiden FW an der Reihe ihre Einsatzstelle zu sehen, die Nefaha Primary School. Die Schule ist im beireich Sport unglaublich gut ausgestattet, da können Sarah und Ebou super gut arbeiten. Danach ging es zurück zu EWAKA zum Zimmer streichen was total viel spaß gemacht hat. Die Kinder sind so süß und haben uns auch ganz fleißig beim Streichen geholfen und mit uns gespielt. Um 16 Uhr sind wir Kampala FW 3 Stunden mit dem Matatu zurück nach Kampala gefahren uns sehr erschöpft ins Bett gefallen.

 

Am Samstag sind Lukas und ich um 8 Uhr zur School For The Deaf gefahren, weil die Kinder an einem Turnier teilgenommen haben wo Volleyball, Fußball und Netball gespielt wurde. Das war so cool die Kinder sind echt toll und wir hatten mega viel spaß. Beim laufen hat immer irgendjemand deine Hand gehalten oder dich in den Arm genommen. Die Kinder suchen sehr viel Körperkontakt was aber total süß ist. Mit der Gebärdensprache war es manchmal ziemlich schwierig aber zum Glück hab ich Lukas der hilft mir da unglaublich viel! Aber die Kinder sind auch sehr hilfreich weil sie einem die Sprache auch unbedingt beibringen wollen. Entweder sie buchstabieren dir alles oder nehmen ein Stock und schreiben sich das Wort in den Arm, irgendein Weg wird immer gefunden. Während dem Turnier hatte ich geschätzt 15 verschiedene Frisuren, weil immer irgendwer mir die Haare geflochten hat oder einen Dutt ganz vorne auf dem Kopf gemacht hat. Nach dem Jahr  hab ich bestimmt jede Frisur gehabt die man haben kann. Nach 12 Stunden in der Sonne und einem schönen Sonnenbrand sind Lukas und Ich wieder zurück nach Hause gekommen. Zuhause waren wir aber nicht lange weil Jonas uns noch zu sich nach Hause eingeladen hat von wo aus wir  spontan mit ihm und 2 anderen Freunden wieder ins Bubbles tanzen gegangen sind.

 

Heute (Sonntag) haben wir erstmal richtig schön ausgeschlafen. Isi und David sind in die Acacia Mall gefahren, Lukas und mir nicht so gut also sind wir Zuhause geblieben. Wir haben eigentlich den ganzen Tag nicht viel gemacht, unsere Koffer haben Isi und Ich endlich fertig ausgepackt ansonsten haben wir Wizard (ein Kartenspiel) gespielt und gefaulenzt. 😀 Nach so einer Ereignisreichen Woche darf man sich so einen Tag aber auch mal leisten! 🙂

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